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20
Januar
E.ON und RWE gründen für den Bau von neuen Kernkraftwerken
in Großbritannien das Joint Venture ,,Horizon Nuclear Power",
das im November die operative Arbeit aufnimmt. RWE und E.ON
wollen in Großbritannien neue Kernkraftkapazitäten im Umfang
von bis zu 6.000 MW errichten, um die langfristige Versorgungs-
sicherheit zu gewährleisten, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und
Energie zu bezahlbaren Preisen anbieten zu können.
Februar
E.ON und die Rotterdam Climate Initiative vereinbaren eine
Kooperation zur Untersuchung der Entwicklung der CO2-Transport-
und -Speicherinfrastruktur in Rotterdam. Diese wäre geeignet,
CO2 vom E.ON-Kraftwerksstandort Maasvlakte aufzunehmen. Im
Dezember beschließt die EU-Kommission die Förderung des
Projekts. Als weltweiter Vorreiter der Entwicklung betreibt E.ON
eine Reihe von CCS-Pilotanlagen und rechnet mit dem kommer-
ziellen Einsatz der Technologie ab 2020.
März
Im Dezember 2008 wurde die Verpflichtungszusage gegenüber
der Europäischen Kommission, diverse Kraftwerksaktivitäten
sowie das Höchstspannungsnetz in Deutschland abzugeben,
wirksam. Als erster Schritt zur Erfüllung der EU-Verpflichtungs-
zusage veräußert E.ON seine Beteiligungen an den Kohlekraft-
werken Lippendorf und Bexbach an EnBW.
Mai
Dr. Wulf H. Bernotat erklärt auf der Hauptversammlung, dass er
für eine weitere Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung steht.
Sein Nachfolger wird in der Aufsichtsratssitzung am 12. August
bestellt: Am 1. Mai 2010 wird der bisherige stellvertretende Vor-
standsvorsitzende Dr. Johannes Teyssen den Vorstandsvorsitz
übernehmen.
E.ON, DONG Energy und Masdar kündigen an, dass sie 2,2 Mrd
in den Bau des weltweit größten Offshore-Windparks London
Array im Mündungsgebiet der Themse investieren wollen. Nach
der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts 2012 werden wir
hier eine Kapazität von 630 MW erreichen. Wenn London Array
komplett fertiggestellt sein wird, werden wir dort über eine Ge-
samtkapazität von 1 GW verfügen.
Es folgen weitere Meilensteine beim Ausbau der Offshore-Wind-
kraft in Europa: Im September liefert der Windpark Robin Rigg
vor der Küste Schottlands erstmals Strom nach Fertigstellung
sogar mit 180 MW installierter Leistung aus 60 Turbinen. Im
November wurde in der Nordsee die letzte von zwölf Windkraft-
anlagen für den Hochseewindpark alpha ventus errichtet der
erste Offshore-Windpark Deutschlands ist fertig.
Juni
E.ON baut Solarenergie als zweites Standbein der Erneuerbaren
Energien aus und eröffnet seinen ersten Solarpark im südfran-
zösischen Le Lauzet. Kurze Zeit später übernimmt E.ON den
französischen Fotovoltaik-Projektentwickler Conilhac und baut
damit sein Know-how für die Umsetzung von Solarprojekten im
industriellen Maßstab weiter aus. Im November gelingt der
Einstieg in das Segment solarthermische Kraftwerke: Zusammen
mit Abengoa Solar sollen in Andalusien zwei Solarkraftwerke
mit einer Leistung von je 50 MW gebaut und betrieben werden.
Zum Einsatz kommt die CSP (Concentrated Solar Power)-Techno-
logie, bei der Parabolrinnen das Sonnenlicht bündeln und damit
Dampf erzeugen. Dieser erzeugt über eine Dampfturbine Strom
eine der Technologien des Wüstenstromprojekts Desertec, bei dem
E.ON im Juli Gründungsmitglied wird.
E.ON und der chinesische Umweltschutz-Spezialist Dongjiang
Environmental führen ein sogenanntes Clean-Development-Me-
chanism-Projekt (CDM) zum Klimaschutz durch, bei dem klima-
schädliches Methangas aus Mülldeponien aufgefangen und zur
Erzeugung von Strom in einem Gaskraftwerk verwendet wird.
Durch das Projekt werden 120.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermie-
den. Darüber hinaus vereinbaren E.ON und Bionersis im Oktober
eine Partnerschaft zur Umsetzung weiterer CDM-Projekte in
ganz Südostasien.
E.ON einigt sich im Rahmen der EU-Verpflichtungszusage mit
der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft
(Verbund) auf die Abgabe von 13 Laufwasserkraftwerken am
bayerischen Inn. E.ON erhält im Gegenzug Strombezüge aus der
österreichischen Speicherkraftwerksgruppe Zemm-Ziller sowie
einen Barausgleich.
Juli
Mit der Inbetriebnahme des öffentlichen E.ON-Stromtankstellen-
netzes in München und der Übergabe von 15 Elektrofahrzeugen
des Typs MINI E an Testfahrer ist E.ON einen Schritt in Richtung
Zukunft der Mobilität gegangen. Mit Investitionen in eine immer
CO2-ärmere Stromerzeugung und dem Aufbau intelligenter Strom-
netze wird die Energiewirtschaft einen entscheidenden Beitrag
für nachhaltigen Klimaschutz im Verkehrssektor leisten. Deswegen
treibt E.ON die Entwicklung der Elektromobilität mit Pilotprojekten
wie diesem voran.
Unser Unternehmen Das Jahr 2009
2009