>
>
Zusammengefasster Lagebericht
Konzernabschluss
Corporate-Governance-Bericht
Aufsichtsrat und Vorstand
Tabellen und Erläuterungen
Zudem informierte uns der Vorstand regelmäßig ausführlich
über laufende Kartellverfahren im Strom- und Gasbereich.
Dabei wurde insbesondere über die Ermittlung der EU-Kom-
mission gegen E.ON Ruhrgas wegen des Vorwurfs einer
Kartellabsprache mit Gaz de France und das damit verbun-
dene Bußgeldverfahren sowie über die Ermittlungen gegen
E.ON Ruhrgas im Zusammenhang mit der Netznutzung und
die mit der EU-Kommission getroffene Übereinkunft beraten.
Wirtschaftliche Lage und Mittelfristplanung
Die wirtschaftliche Lage der Konzerngesellschaften haben
wir vor dem Hintergrund der Entwicklung auf den nationalen
und internationalen Energiemärkten, über die uns der Vor-
stand kontinuierlich informiert hat, ausführlich besprochen.
Wir berieten außerdem eingehend die Mittelfristplanung des
Konzerns für die Jahre 2010 bis 2012 einschließlich des Investi-
tionsprogramms, dessen Finanzierung und die konzernweite
Personalarbeit. In diesem Zusammenhang erläuterte der Vor-
stand die Analysen zur Leistungssteigerung im Konzern
sowie strukturelle Maßnahmen. Der Vorstand unterrichtete
uns darüber hinaus, in welchem Umfang derivative Finanz-
instrumente eingesetzt wurden.
Ein zentrales Thema unserer Beratungen war weiterhin die
weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch der Ener-
giebranche und damit dem E.ON-Konzern zugesetzt hat. Die
Auswirkungen der Krise auf die wirtschaftliche Lage von
E.ON und die verschiedenen notwendigen Maßnahmen zum
Erhalt der kurzfristigen Handlungsfähigkeit des Konzerns
einschließlich der Anpassung der Investitionspläne stellte
der Vorstand eingehend dar und diskutierte diese mit uns.
Energiepolitische Rahmenbedingungen und
Verfahren
Der Vorstand informierte uns detailliert über die Entwicklung
der energiepolitischen Rahmenbedingungen für die Strom-
und Gaswirtschaft. In diesem Zusammenhang haben wir uns
intensiv mit den diesbezüglichen Gesetzgebungs- und Regulie-
rungsverfahren sowie deren Auswirkungen auf unsere Märkte
und den E.ON-Konzern befasst. Wesentliche Themen waren
der aktuelle Verhandlungsstand zum dritten Regulierungspaket
der EU-Kommission einschließlich der Vorschläge zur Netzent-
flechtung sowie die Auswirkungen der im Januar 2009 in Kraft
getretenen Anreizregulierung und die damit einhergehenden
Netzentgeltgenehmigungsverfahren der Bundesnetzagentur.
Zudem wurden die juristischen Auseinandersetzungen im
Zusammenhang mit dem Bau des Steinkohlenkraftwerks in
Datteln und die Investitionsbedingungen für Kraftwerksneu-
bauten in Deutschland insgesamt behandelt.
Darüber hinaus berichtete der Vorstand ausführlich über den
Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine Anfang 2009 und
die daraus resultierende Liefereinschränkung von Erdgas aus
Russland sowie über die energiepolitische Entwicklung in
Schweden im Hinblick auf die Errichtung von Kernkraftwerken.
Die Verpflichtungszusage des E.ON-Konzerns gegenüber der
EU-Kommission zur Abgabe von Stromkapazitäten sowie des
Höchstspannungsnetzes bildete auch in diesem Berichtsjahr
einen Schwerpunkt unserer Beratungen. Der Vorstand unter-
richtete uns regelmäßig und ausführlich über die Prozesse
zur Abgabe von rund 5.000 MW Stromkapazität in Deutschland
und des Stromübertragungsnetzes. Bis zum Ende des Berichts-
jahres konnte die Verpflichtungszusage insgesamt nahezu
vollständig umgesetzt werden.
157